09.11.07, Moritz Zumbühl
Kreuzberger iPhone Pizzaolo-Wünsche
Nach der Web 2.0 bin ich heute mit alten Freunden aus der Schweiz und neuen Bekanntschaften aus Deutschland in eine kleine Pizzeria in Kreuzberg essen gegangen. Die Pizzeria (ich Depp hab den Namen vergessen! argh zu viel Bier) ist bekannt für Ihre Übergössen Pizzen die gleich 3 Mäuler stopfen. Irgendwann waren alle Gäste satt und was macht der Pizzaolo: Er setzt sich an sein Dell-Laptop und surft ganze 20 Minuten die iPhone-Seiten von der Deutschen Telekom und Apple.de ab. Dies mag eine kleine Beobachtung eines kleinen Erdenbürgers sein - aber mich wundert es nicht mehr das der Lila-Riese von Versorgungsängpässen für das iPhones warnt! Wann kommt das schicke Ding endlich in die Schweiz?
09.11.07, Moritz Zumbühl
Web 2.0 Berlin - Zum Teufel: Wo waren die Schweizer Medienkonzerne??? - Eine ganz persönliche Abrech
Meine Quellen bei der Ringier AG, der TA Media AG und dem Schweizer Fernsehen sagen mir das aus diesen 3 Unternehmen niemand (mindestens aus den Webredaktionen und den nahe liegenden Abteilungen ) an der Web 2.0 in Berlin waren. Autsch: Kein Wunder schneiden diese Konzerne in meiner persönlichen Wertung ihrer Internet-Produkte im Vergleich zu den anderen deutschsprachigen Medienhäusern miserable ab. Die Web 2.0 war nicht das gelbe vom Ei und keineswegs über alle Zweifel erhaben. Klar man kann die Trends und Ideen die die digitale Welt bewegen auch rein über das Netz konsumieren, doch machen die Verantwortlichen dieser Firmen dies aus meiner persönlichen Erfahrung heraus wohl heute immer noch kaum oder sie werden ganz einfach von den Entscheidungsträgern nicht ernst genommen. (bei den NGO's ist es für mich auch nicht anders)
Schaut man die Services von TA (Ausnahme dasmagazin.ch - WOW da bin ich gespannt wie es weitergeht) an: Da ist der "Content still King", der Blick hat mit blick.ch und Blickpunkt (Daily 5min Video-Show, sagt mal wieso gibt es da keine wirkliche Feedback-Möglichkeit?) - einen halbpatzigen und typisch schweizerischen "JA nicht revolutionären" Relaunch gemacht, der oberflächlich gesehen gelungene Auftritt schaut beim näher Hinschauen wie eine billige fernöstlichen Kopie eines Schweizer Sackmessers aus. Wieso sind die Feedback Möglichkeiten versteckt und wieso werden den Kommentaren der BenutzerInnen so wenig Platz geboten? Wieso haben wir Bloggern bei praktisch allen Zeitungen der Schweiz nicht die Möglichkeit auf die doch meistens brauchbaren online Artikeln Antworten unsere Meinungen zu geben? Wieso lässt der Blick nicht mal den normalen Bürger der Strasse online einen richtig deftigen Boulvard-Artikel schreiben?
Ich mag etwas gar arg Schwarzmalen. Doch irgendwie ist es für mich selber einfach wirklich frustrierend. Die Schweiz ist ein sehr kleines Land und es braucht meiner Meinung nach die traditionellen Medienhäuser um das Land im Europäischen Vergleich an die Internetspitze zu katapultieren. Ansonsten werden wir definitiv ein Web 3. Weltland und die in den Papier-Zeitungen so hochgelobte Hightech-Industrie wird zu einem reinen Exporteuren.
06.11.07, Moritz Zumbühl
Medien-Spiegel - Moritz von FEINHEIT in der TAZ - Flickr hat mich erwischt...
Kurz fürs letzte heute aus Berlin. Jan den ich gestern durch Marc und Reto kennen gelernt habe hat für die TAZ-Online einen Artikel über die Web2.0 Expo geschrieben. Netter Artikel mit Basic-Infos. Für mich der Knaller ist natürlich der Fact das ich zitiert werde:
"Der aus Zürich angereiste Entwickler Moritz Zumbühl etwa freut sich darüber, "den technischen Alltag hinter einem zu lassen und an neuen Visionen und Ideen weiterzudenken," fragt sich aber auch: "Wissen die Maschinen bald alles über uns?"
Bin zwar nicht mehr wirklich ein Entwickler. Aber was solls und ist auch eine ziemliche selbstbeweihnräucherung... ;) - Ach doch noch was kleines: wer sitzt da in der ersten Reihe?Und wärend dem schreiben meines letzten eintrages...
06.11.07, Moritz Zumbühl
Web 2.0 Berlin - Tag 2 - Virtual Worlds - Everthing is mesaurable - Everything is under control?
Nun wir sind im Day 2 Mittag: Hab mit Marc und Reto (GP Webabteilung-CH) gerade den ziemlich grüelige Sandwich heruntergedrückt und mich ab einem saftigen Apfel ergötzt. (mein Tipp für Leute welche an Messen gehen: Doppelt so viel Essen am Morgen - dann muss man am Mittag nur die Hälfte der üblen Sandwiches essen!) Gibt also im Magen nicht viel zu verdauen momentan. Dafür um so mehr im Hirn.
Vor der Mittagspause hab ich den Vortrag über "Virtual Worlds" von Sebastian Küpers (The Otherland Group - macht Marketing in virtuellen Welten wie Second Life und so. ) gesehen. War eine gute Einführung in die Virtuellen Welten die es da im Internet gibt und der Präsentator war auch ziemlich euphorisch über all die Möglichkeiten die es in den 2. Welten gibt. Typisch Geek hat er die Möglichkeiten für die User heruntergeraspelt: Sich treffen, sich austauschen und gemeinsam irgendwelche Monster erledigen. Irgendwie kann ich die Begeisterung ja teilen, so zocke ich selber wieder ziemlich oft online und jage Monster oder gewinne den 2. Weltkrieg das 10te mal hintereinander. Aber was mich an diesen virtuellen Welten wirklich beängstigt und wie es der Präsentator vorgestellt hat sogar etwas anwidert ist was man da für Daten sammeln kann und wie man die Menschen darin komplett Rastern und in Gruppen aufteilen kann. "Everthing is mesaurable" - Ein Beispiel: Man kann zu 100% feststellen wer wann welche Werbewand anschaut, man kann ihm sofort die Werbung zeigen welche ihn wohl am meisten ansprechen wird, theoretisch kann man ja sogar aufzeichnen was er mit anderen Personen chattet und diese Informationen dann dafür verwenden. Aber was mich am Ende am meisten stört und wirklich beängstigt: scheinbar interessiert das praktisch niemand der sich in den Welten bewegt. Nun eine Person im Publikum (welche sich nach kurzer Recherche als der Chef von "The Otherland Group" herausstellte) meinte dann: "All data is looked". Das ist doch einfach zu naiv? Sollen wir wirklich einfach den Firmen vertrauen? Ich finde nicht, vor allem auch weil solche Systeme oft von Kindern verwendet werden die noch nicht fähig sind überhaupt annähernd zu verstehen was sie da von sich preisgeben.
Brave new world, wir kommen. Oder mahle ich zu schwarz? Ich tendiere dazu zu sagen: The next big Civil-Clash will be about privacy! Irgendwann werden die Lemminge aufwachsen und ihre Daten zurückfordern. ;)
ps. wegen Strom-Problemen kann ich den Artikel erst jetzt publishen...
06.11.07, Moritz Zumbühl
Web 2.0 Berlin - Tag 2 - Wie Communitys zu gläsernen Menschen führen
Als erstes muss ich mich gleich mal wieder über mich selber aufregen. Hab doch glatt das Kamera Kabel wieder vergessen, darum gibts auch heute noch keine Bilder.
Nun sitze ich im Conference-Floor und versuche die erste Präsentation zu verdauen. Die Präsentation von Sixt (Autovermietung), MyNutella (Präsentiert) und Mister Wong waren irgendwie harte Kost. Carmondo und MyNutella benutzen Online-Community um das Verhalten des Marktes besser zu verstehen und es ist schon unglaublich wie viel die Menschen die darin partizipieren bereit sind von sich weg zu geben. Auf eine Art ist das für mich extrem spannend, aber auch wirklich beängstigend. Wissen die Maschinen bald alles über uns?