Boris Périsset
Ich versuche bei meiner Arbeit die Welt nicht nur mit meinen Augen zu sehen, sondern auch mit jenen Augen eines Kritikers, eines Skeptikers, eines Optimisten oder Pessimisten.
Ich versuche zu realisieren, dass nicht nur meine Wahrnehmung diejenige ist, welche richtig ist. Vielmehr ist es ein Abtasten von möglichen Wahrheiten und Sichtweisen.
Man könnte auch sagen, ich versuche objektiv zu sein, und dies in einer Branche, die durch den instinktiven Sehnerv mehr als dominiert ist. Der Sehnerv, oder besser gesagt unser Hirn versucht das Gesehene gleich in einen assioziativen Zusammenhang zu stellen und es zu kategorisieren, schubladisieren, ja Vorurteile zu bilden. Und solche Synapsenimpulse sind nun mal deutlich schneller als meine bewussten Denkvorgänge.
Was bedeuted das für die Grafik, für visuelles Gestalten, für die Kreation und den Ablauf eines Projektes?
Ich versuche stehts wachsam zu sein. Meine Mitmenschen als intelligente, andersdenkende und eigenständige Welten zu verstehen um dadurch besser arbeiten zu können. In diesem Zuammenhang kommen mir gleich zwei meiner Lieblingswörter in den Sinn.
1. Bewusstsein – Das bewusste Sein. Aktiv am Jetzt, an der Gegenwart teilnehmen und gleichzeitg zu sein, indem man versucht zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die so sind wie sie sind.
2. kultiviert – Der kultivierte Mensch ist ein höflicher und umgänglicher Zeitgenosse. Kultivierte Erde, kultivertes Land ist jedoch ein monotones, gleichgeschaltetes Salatfeld. Diese Dualität gefällt mir irgendwie.
Team:
Boris Perisset Edition


















